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dörhöfer-plock und becker

Intensive Intervalltherapie

Konzept zur Stotterintensivtherapie bei Kindern

Das Konzept:

"Minikids" und "Kids" (P. Sandrieser, P. Schneider).

Das Ziel:
  1. Stotterhäufigkeit und den Schweregrad des Stotterns reduzieren;
  2. Angst vorm Stottern abbauen und Selbstbewußtsein in Sprechsituationen aufbauen;
  3. Das Sprechen soll leichter und flüssiger werden.
Die Arbeit der Therapeuten und der Kinder: Kennenlernen der verschiedenen Arten des Stotterns:

Foto aus einer KindergruppentherapieEs werden gemeinsame und individuelle stotterauslösende Prozesse gesucht, gefunden und so erarbeitet, dass das Wissen über das eigene Stottern und das Stottern der Anderen größer wird.

Gleichzeitig wird die Angst vor dem Stottern weniger. Mit weniger Angst und Wut können Blockaden, Wiederholungen von Teilwörtern und Dehnungen (eben das Stottern) so bearbeitet werden, dass es leichter wird zu sprechen.

Alle Übungen werden in Spiele eingebunden, die dem Entwicklungsalter der Kinder entsprechen. Die Therapie wird für die Kinder interessant gestaltet.

Die Arbeit der Therapeutinnen und der Eltern:

Aus der Sicht der Therapeutinnen:

  1. Aufklärung von Ursachen, Informationen zur Aufrechterhaltung und zur Reduzierung von Stottersymptomen weitergeben.
  2. Die Eltern anleiten, Cotherapeuten zu werden, die die Kinder in vielfältigen Situationen des Alltages unterstützen können, leichter zu sprechen.
  3. Die Eltern anleiten, stotterreduzierende Spiele mit den Kindern in ihrem Alltag zu machen.
  4. Bei Fragen Ansprechpartnerin sein.

Aus der Sicht der Eltern:

  1. Bereitschaft haben, das Sprechen ihrer Kinder systematisch zu beobachten, Spiele zu Hause durchzuführen zum Erkennen, Bearbeiten und Reduzieren des Stotterns.
  2. Informationen über die Sprachentwicklung und das Sprechen ihrer Kinder und der Familie zu geben.
  3. Gemeinsam mit der Therapeutin besprechen, wie die Spiele klappen und an das erarbeitete Niveau in der Therapie anpassen.
  4. Ansprechpartner sein für die Kinder und die Therapeutinnen, wenn es Fragen und Ergänzungen zum Verlauf der Arbeit mit dem Stottern gibt.

Die Zusammenarbeit zwischen Therapeutinnen, Eltern, Kindern und anderen Fachgruppen:

Erzieher in Kindergarten, Hort und Lehrer sind als kooperierende Beteiligte im Konzept wichtig. Stottern geschieht in vielfältigen Kommunikationssituationen.

Die Therapeutinnen stellen Informationen zum Stottern bereit, klären auf und sind Ansprechpartner für diese Fachgruppen.

Die Beobachtungen zum Stottern in vielfältigen Situationen, die Andere machen, sind wesentlich für die therapeutischen Bearbeitung des Stotterns. Gemeinsam werden Möglichkeiten erarbeitet, das Sprechen in Kindergarten, Hort und Schule einfacher und leichter zu machen.

Auch Schüler und Kindergartenkollegen sollten etwas übers Stottern erfahren, damit sie wissen, wie man sich verhalten kann, wenn ein Kind oder ein Erwachsener stottert. Und das gibt Sicherheit und Vertrauen: Für alle, die stottern und alle, die Stottern hören.

Foto aus einer Kindergruppentherapie
Momente aus einer Kinderstottertherapie
Foto aus einer Kindergruppentherapie